Neues, grünes Objekt durchbricht die Asphaltwüste

08.01.2025

Das von Holzhausen Zweifel Architekten, Zürich entworfene Betriebsgebäude der Zürich Bus Station steht sinnbildlich als Beispiel für zukunftsorientierte, nachhaltige Architektur. Es erfüllt funktionale wie ästhetische Anforderungen und besticht durch die einfache Konstruktion in Holzbauweise.

Neues, grünes Objekt durchbricht die Asphaltwüste

Betriebsgebäude Bus Station Zürich, Sihlquai

Das neue Betriebsgebäude repräsentiert eine nachhaltige, kostengünstige und langfristig gedachte Lösung, die die bestehende Umgebung zwischen den Flüssen Sihl und Limmat sowie dem SBB Hauptbahnhof in Zürich positiv transformiert.

© Bilder: Jürgen Beck, Zürich | Holzhausen Zweifel Architekten
Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG


Aufwertung des Standortes, Inspiration und Entwurf

Der Standort, ein Carparkplatz hinter dem Zürcher Hauptbahnhof, war lange Zeit wenig beachtet und hatte einen negativen Ruf. Das neue Betriebsgebäude soll diesen Ort aufwerten, indem es ihn zugänglicher und freundlicher gestaltet. Der Platz wird nicht nur als funktionaler Verkehrsknotenpunkt genutzt, sondern auch als ein Ort, an dem sich Menschen aufhalten können.

Anstatt sich an typischen Fernbusbahnhöfen zu orientieren, ließen sich die Architekten von einfachen, funktionalen Strukturen wie Garagen und Lagergebäuden inspirieren. Diese Formensprache passt gut zu dem Ort, da das Gebäude keine übermäßige Repräsentation benötigt, sondern vor allem durch Einfachheit und Zweckmäßigkeit besticht.

© Pläne, Situation, Grundriss EG, Querschnitt
Holzhausen Zweifel Architekten, Zürich


Kosteneffizienz und Materialwahl | Nachhaltigkeit und Rückbaubarkeit

Das Projekt wurde mit einem engen Budget und einem Design-to-Cost-Mandat umgesetzt. Das Materialkonzept ist bewusst einfach gewählt: günstige Materialien wurden verwendet, aber durch farbliche Akzente und sorgfältige Detailarbeit erzielt das Gebäude dennoch eine ansprechende Wirkung. Die sichtbare Technik, wie Leitungen an Decken und Wänden, unterstreicht die schlichte Ästhetik.

Angesichts der begrenzten Nutzungsdauer des Gebäudes (ca. 10 bis 15 Jahre) wurde auf eine hohe Rückbaubarkeit geachtet. Die Konstruktion ist so gestaltet, dass sie problemlos in Einzelteile zerlegt und recycelt werden kann. So wurden keine Verbundmaterialien oder Klebeverbindungen verwendet, sondern möglichst gut trennbare Einzelkomponenten.

Einfachheit und Raffinesse | Zukunftsfähigkeit

Trotz der einfachen Materialien und der reduzierten Formensprache wurde viel Wert auf das Detail gelegt. Die Architekten wollten den Ausdruck der Einfachheit perfektionieren, ohne dass das Gebäude in banale Schlichtheit verfällt. Der Entwurf trägt der Geschichte des Ortes Rechnung und gibt ihm einen offenen, einladenden Charakter.

Das Gebäude ist nicht nur ein funktionales Betriebsgebäude für die Busstation, sondern auch ein Beispiel für eine moderne, kosteneffiziente und nachhaltige Bauweise. Die Wahl der Holzbauweise fördert zudem eine positive ökologische Bilanz und passt gut zum urbanen Kontext von Zürich.

© Bilder: Jürgen Beck, Zürich | Holzhausen Zweifel Architekten 
Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG


Hin und weg | Holzhausen Zweifel Architekten im Interview

Vertiefte Einblicke in die Bauaufgabe und das Architekturkonzept geben Sebastian Holzhausen und Lena Stamm von Holzhausen Zweifel Architekten bei Swiss-Architects unter

👉 www.swiss-architects.com/de/architecture-news/bau-der-woche/hin-und-weg


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