deDeutsch06.11.2026
Nach dem verheerenden Berg- und Gletschersturz in Blatten wird zwischen Wiler und Weissenried eine provisorische Seilbahn errichtet - ein wichtiges Zeichen der Zuversicht und des Wiederaufbaus. Timbatec unterstützt den langjährigen Partner Amacker Holzbau in Turtmann beim Engineering und der Werkplanung der beiden Stationsgebäude, die nun Gestalt annehmen.
© Bild: Amacker Holzbau AG, Turtmann
Mit der Montage der beiden Stationsgebäude nimmt die neue Seilbahnverbindung im Lötschental sichtbar Gestalt an. Unter ambitioniertem Zeitplan entsteht eine wichtige Infrastruktur, die weit mehr als die Erreichbarkeit sicherstellt. Präzise Werkplanung, konstruktives Engineering und eine enge Zusammenarbeit mit allen Projektbeteiligten ermöglichen die rasche Umsetzung. Das Projekt steht zugleich für Aufbruch, Zuversicht und neue Perspektiven für Blatten.
Mit der Aufrichtung der Talstation in Wiler erreicht der Bau der provisorischen Seilbahn einen weiteren wichtigen Meilenstein. Bereits zuvor wurde die Bergstation in Weissenried errichtet. Beide Gebäude sind Teil einer neuen Verbindung, die nach der Naturkatastrophe im Mai 2025 einen wichtigen Beitrag zur Erschliessung des betroffenen Gebiets leisten soll.
Timbatec darf die Amacker Holzbau AG aus Turtmann bei der Realisierung der beiden Stationsgebäude begleiten. Die langjährige, partnerschaftliche Zusammenarbeit bildet die Grundlage für die gemeinsame Umsetzung dieses aussergewöhnlichen Bauvorhabens. Mit unserer Kompetenz in der Werkplanung und im konstruktiven Engineering unterstützen wir die präzise Ausarbeitung der Holzbauten und schaffen damit wichtige Voraussetzungen für eine effiziente Fertigung und Montage. Gerade bei einem Projekt mit engem Zeitplan sind durchdachte Details, abgestimmte Schnittstellen und eine sorgfältige Planung mitentscheidende Erfolgsfaktoren.
© Bilder: Amacker Holzbau AG, Turtmann
Die provisorische Seilbahn zwischen Wiler und Weissenried wird zwei Stationen und drei Masten umfassen. Die Anlage soll ab Mitte Dezember 2026 ihren Betrieb aufnehmen und hat Investitionskosten von rund 9,3 Millionen Franken. Angesichts der ausserordentlichen Lage machte der Kanton Wallis von der allgemeinen Polizeiklausel Gebrauch, um die Bewilligungsverfahren zu beschleunigen und die dringend benötigte Infrastruktur innerhalb eines äusserst ambitionierten Zeitplans realisieren zu können. Die zunächst auf drei Jahre ausgelegte Verbindung dient insbesondere der Grundversorgung und Erreichbarkeit während der Wintermonate.
Doch ihre Bedeutung reicht weit über die reine Transportfunktion hinaus. Nach dem Berg- und Gletschersturz, durch den Blatten und Teile des Lötschentals schwer getroffen wurden, steht die neue Verbindung auch für Zuversicht, Zusammenhalt und einen Schritt zurück in die Normalität. Wo die Natur innerhalb kürzester Zeit Lebensräume und Infrastruktur zerstört hat, entstehen neue Perspektiven. Die beiden Stationsgebäude sind sichtbare Zeichen dafür, dass der Wiederaufbau voranschreitet. Sie verbinden nicht nur zwei Orte, sondern stehen sinnbildlich für den gemeinsamen Willen, die Zukunft des Lötschentals aktiv zu gestalten.
Bilder / Visualisierungen © Bartholet Ropeways AG, Flums
Für Timbatec ist es eine besondere Aufgabe, gemeinsam mit Amacker Holzbau AG einen Beitrag zu diesem wichtigen Infrastrukturprojekt und damit zum Wiederaufbau der Region zu leisten.